Die Universal Therapie ist eine ganzheitliche Methode, die von dem russischen Arzt und Psychologen Dr. Leonid Talpis entwickelt wurde. Sie lässt sich weniger als klassische Psychotherapie und eher als ein Weltanschauungssystem beschreiben, das psychologische Ansätze mit energetischen, spirituellen und systemischen Elementen kombiniert.
Was ist das Ziel?
Das Hauptziel ist es, dem Leben mit mehr Leichtigkeit, Humor und Distanz zu begegnen. Die Methode geht davon aus, dass viele unserer Probleme aus einer zu großen Identifikation mit schweren Emotionen oder starren Überzeugungen entstehen.
Wie arbeitet sie?
Die Arbeitsweise ist oft sehr schnell und wirkt auf den ersten Blick unkonventionell: Identifikation des Zustands: Anstatt stundenlang über Probleme zu reden, konzentriert sich die Arbeit auf das aktuelle körperliche und emotionale Empfinden (den „Zustand“).
Systemische Wurzeln: Sie nutzt Konzepte aus der Familienaufstellung, dem Psychosomatischen Ansatz und der Gestalttherapie. Es wird geschaut, ob ein Schmerz oder ein Problem eigentlich zu einer anderen Person im Familiensystem gehört.
Wortspiele und Paradoxien: Dr. Talpis nutzt die Sprache sehr gezielt (wie im Namen Vse-Len-skaya – eine Mischung aus „Universum“ und „Faulheit“), um den Verstand zu lockern und Blockaden durch Humor zu lösen.
Arbeit mit Metaphern: Es werden oft Bilder, Metaphern oder sogar Konzepte wie „Parallelrealitäten“ oder „Matrix“ genutzt, um die Wahrnehmung des Klienten zu verschieben und neue Handlungsspielräume zu eröffnen.
Geschwindigkeit: Die Methode zielt auf sofortige Veränderung ab. Durch gezielte Sätze oder Interventionen soll der Klient innerhalb von Minuten aus einem belastenden Zustand in einen ressourcenreichen wechseln.
Zusammenfassend: Es geht darum, sich aus der Rolle des „Opfers der Umstände“ zu lösen und das Leben wieder als ein gestaltbares Spiel wahrzunehmen, bei dem man selbst entscheidet, in welchem Zustand man spielt.